Flächeninanspruchnahme bezogen auf die Verkehrsflächen in Österreich und Niederösterreich – ÖROK 2022 und 2025
Bei der Flächeninanspruchnahme für Verkehrsflächen bezogen auf die Einwohner/-innen lässt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle ablesen. Der Zuwachs der Flächeninanspruchnahme für Verkehrsflächen beträgt nach aktuellen Berechnungen (2025) 877 ha (+0,5 %).

Flächeninanspruchnahme Verkehrsflächen pro Kopf in m²
Quelle: © ÖROK 2022

Flächeninanspruchnahme Anteil der für Verkehr in Anspruch gen. Fl am Dauersiedlungsraum in %
Quelle: © ÖROK 2022
In der im Rahmen der Österreichischen Raumordnungskonferenz ausgearbeiteten Bodenstrategie für Österreich bekennen sich Bund, Länder, Städte und Gemeinden dazu, die Zunahme der Flächeninanspruchnahme durch zB. Verkehrsflächen und das Ausmaß neu versiegelter Flächen bis 2030 substanziell zu verringern.
Die Veränderungen im Verkehrsbereich können nur aus einer Kombination der GIP-Liniendaten und den zugeordneten DKM-Verkehrsflächen berechnet werden. Die Änderungen können einen zeitlichen Versatz aufweisen, da die zeitlich verzögerte Nachführung der DKM-Nutzungsarten insbesondere bei Großbauvorhaben (Autobahnen, Ortsumfahrungen etc.) dazu führen kann, dass die in der Natur stattfindenden Veränderungen nicht in die 3-jährige Beobachtungsperiode fallen, sondern schon davor stattgefunden haben. Weiters ist es trotz sorgfältiger Vorgangsweise noch nicht möglich, alle technischen Veränderungen anhand der GIP zu identifizieren. Dies trifft insbesondere auf das örtliche Straßen- und Güterwegenetz zu, da dort in den letzten Jahren qualitätsverbessernde Maßnahmen in der GIP (z.B. genauere Routenführung) gesetzt wurden, die in der Kombination mit Änderungen in den DKM-Verkehrsflächen und – Verkehrsrandflächen noch nicht automatisiert als technische Veränderungen erkennbar sind.
Die Verkehrsinfrastrukturen stellen jedenfalls in Summe eine bedeutende Flächeninanspruchnahme dar. Während in dicht bebauten Städten der Anteil der Verkehrsflächen an der gesamten Flächeninanspruchnahme relativ niedrig ist, liegt er in ländlichen Regionen deutlich höher. Er liegt in Österreich in „Urbanen Groß- und Mittelzentren“ bei 27.7712 ha (23,7 %) und im „Ländlichen Raum“ bei 86.239 ha (33,6 %). Einfamilienhaussiedlungen und Handelseinrichtungen am Orts-/Stadtrand ziehen weit mehr Flächen für Verkehrsinfrastruktur nach sich als kompaktere Siedlungsstrukturen.
Das Burgenland weist zB. mehr als doppelt so viele Verkehrsflächen pro Kopf auf als der gesamtösterreichische Durchschnitt . Viel Verkehrsfläche pro Kopf findet sich auch in Niederösterreich. Auf regionaler Ebene spiegeln sich diese Unterschiede wider. Im Wald- und nördlichen Weinviertel beträgt die Verkehrsfläche mehr als 600 m²/EW, mit dem Spitzenwert von 756 m²/EW in Horn.
In den Wiener Gemeindebezirken, den Landeshauptstädten und größeren Statutarstädten des Landes (Ausnahmen: Eisenstadt, niederösterreichische Statutarstädte, Villach, Wels) sowie in Dornbirn und Feldkirch betragen die Verkehrsflächen pro Person unter 100 m².
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