Flächeninanspruchnahme nach Nutzungsarten – Bundesländer- und NÖ Bezirksvergleich – ÖROK 2025
Wenn es um die grobe Verteilung zwischen den sechs Nutzungsarten geht, zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der österreichweiten Analyse. Siedlungsflächen innerhalb der Baulandwidmung haben in jeder Raumkategorie den größten Anteil an der Flächeninanspruchnahme, gefolgt von Flächen, die für Verkehr in Anspruch genommen wurden.
Österreich
Wie sich die Flächeninanspruchnahme in den vier Raumkategorien zwischen dem Referenzjahr 2022 und dem Jahr 2025 verändert hat, zeigt die folgende Tabelle.
| Raumkategorie | Veränderung (ha) | Veränderung (%) |
| Urbane Groß- und Mittelzentren | 968 | 0,8
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| Urbane Kleinzentren und Regionale Zentren | 942 | 1,4
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| Ländlicher Raum im Umland von Zentren | 1.658 | 1,3
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| Ländlicher Raum | 3.520 | 1,4
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| Gesamt | 7.088 | 1,2 |
In allen vier Raumkategorien hat die Flächeninanspruchnahme in diesem Zeitraum zugenommen. Die geringste relative Zunahme verzeichnen die Städte und Gemeinden in der Raumkategorie „Urbane Groß- und Mittelzentren“, die Werte der drei anderen Raumkategorien liegen nah beieinander und bewegen sich zwischen 1,3 % und 1,4 %. Auch hier ist es wichtig, nicht nur auf Prozentwerte zu schauen, sondern sich die Veränderung auch in Hektar vor Augen zu führen. In den Städten und Gemeinden in der Raumkategorie „Ländlicher Raum“ wurde mit 3520 ha fast so viel Fläche neu in Anspruch genommen wie in den drei anderen Raumkategorien insgesamt.
Auch wenn die Veränderungen in Prozent gering erscheinen, handelt es sich faktisch dabei um viel Fläche, die neu in Anspruch genommen wurde. Von den insgesamt knapp 71 km², die zwischen den Jahren 2022 und 2025 über alle Raumkategorien hinweg neu beansprucht wurden, entfällt dabei fast die Hälfte auf den „Ländlichen Raum“, während in den beiden Kategorien „Urbane Großzentren und Urbane Kleinzentren“ knapp 28 % aller neu beanspruchten Flächen liegen.

Anteil Nutzungsarten Flächeninanspruchnahme Raumkategorie relativ
Quelle: ÖROK 2025
Die stärksten „Treiber“ der Flächeninanspruchnahme sind in jeder der Raumkategorien die Neuinanspruchnahme für Siedlungsflächen innerhalb der Baulandwidmung und Verkehrsflächen. Alleine diese beiden Nutzungskategorien haben einen Anteil an der Veränderung der Flächeninanspruchnahme, der zwischen 80 % und 89 % liegt – d.h. alle anderen Nutzungen (Abbauflächen, Freizeit/Erholung, Energie, Bauland außerhalb) spielen eine untergeordnete Rolle. Für die Verkehrsflächen ist der Anteil an der Veränderung der Neuinanspruchnahme in „Urbanen Kleinzentren und Regionalen Zentren“ mit 14,8 % am höchsten und mit 8,5 % im ländlichen Raum am niedrigsten. Der Anteil der für Siedlungszwecke innerhalb der Baulandwidmung neu in Anspruch genommenen Flächen ist hingegen im „Ländlichen Raum“ mit 77,1 % am höchsten und mit 65 % in den „Urbanen Kleinzentren und Regionalen Zentren“ am niedrigsten.
Niederösterreich
Im Jahr 2025 beträgt die gesamte Flächeninanspruchnahme in Niederösterreich 1.645 km².
Als „in Anspruch genommen“ gelten Flächen für Siedlungs-, Verkehrs-, Freizeit-, Erholungs-, Ver- sowie Entsorgungszwecke, die durch menschliche Eingriffe soweit verändert und/oder bebaut sind, dass sie für die land- und/oder forstwirtschaftliche Produktion und als natürlicher Lebensraum nicht mehr zur Verfügung stehen.

Flächeninanspruchnahme in Niederösterreich 2025
Quelle: ÖROK 2025
Nur ein Teil der Gesamtfläche in Niederösterreich steht potenziell für Landwirtschaft, Siedlung und Verkehr zur Verfügung. Das ist der sogenannte Dauersiedlungsraum. Die Flächeninanspruchnahme von 1.645 km2 entspricht knapp 9 % der Landesfläche und gut 14 % des Dauersiedlungsraums. Die restlichen Flächen sind Wälder, Gewässer und alle anderen „nicht besiedelbaren“ Flächen. Die knapp 9 % der Landesfläche, die in Anspruch genommen sind, werden für unterschiedliche Nutzungen beansprucht. Mit 46,6 % haben Siedlungsflächen innerhalb der Baulandwidmung den höchsten Anteil an der Flächeninanspruchnahme, gefolgt von Verkehrsflächen mit 33,9 %. Beim Anteil der Siedlungsflächen liegt Niederösterreich dabei unter, bei den Verkehrsflächen über dem Österreich-Durchschnitt des Jahres 2025 (Siedlungsfläche innerhalb: 49,2 %; Verkehrsfläche: 30,4 %).
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